Setzt Frankreich chemische Waffen gegen das eigene Volk und die Polizeikräfte ein?

Donnerstag, den 2. Mai 2019

Setzt Frankreichs Regierung erneut chemische Waffen, Gase und radioaktive Marker ein, um Gegner zu erfassen bzw. zu neutralisieren?

Verwenden wir Munitionen und/oder chemische Agenzien oder andere Substanzen, welche letztlich für die Gesundheit unserer Kollegen und der Bürger unseres Landes schädlich sind?

Warum findet man bezüglich dieser Gefährlichkeit seitens der Behörden keine öffentliche Information, keinerlei Warnmeldung in den Medien?

In den letzten Tagen kamen uns zahlreiche wissenschaftliche Berichte zu, über das CS-Agens  (Ortho-Chlorobenzylidenmalononitril, ein chemisches Agens in Form von Kristallen), als Antwort auf zahlreiche Klagen unserer Kollegen, deren Gesundheitszustand sich von Woche zu Wochen stark zu verschlechtern scheint (gravierende  HNO-, Lungen-Bronchial-Probleme, Augen- und Hautverbrennungen usw.).

Krankenhäuser und Rettungsdienste beobachten die gleichen schweren Verletzungen und Symptome bei betroffenen Bürgen, Demonstranten oder nur zufälligen Passanten, die mehr oder weniger lange dem Tränengas, Blend- und Tränengasgranaten, Aerosol-Tränengas usw. ausgesetzt waren.

Sowohl das CS als auch CN sind beides hautentzündende Reizstoffe, die nach wiederholter Exposition sehr schwere allergische Reaktionen hervorrufen können. Toxikologische Tests zeigten, dass Tiere, die nach einer CS-Gas Exposition starben, eine Zunahme der Anzahl von Becherzellen in den Atemwegen und der Bindehaut (die Augenschleimhaut, entlang des Lids und einen Teil des Augapfels bedeckend), Nekrose (Zelltod) in den Atemwegen und im Magen-Darm-Trakt, Lungenödem (mit Flüssigkeit gefüllte Lungen) und Nebennierenblutungen zeigten.

Der Tod resultiert aus einer Veränderung des Sauerstofftransfers ins Blut durch Ödeme, Blutungen und Verstopfungen der Atemwege in der Lunge. Bei einer Substanz wie CS sollte die Aufmerksamkeit auf die Abbauprodukte gerichtet werden, die im menschlichen Körper entstehen. Die Spaltung oder Hydrolyse zu Malononitril und Ortho-Chlorbenzaldehyd ist eine zu 50% vollständige Reaktion in etwa zehn Minuten.

Man geht davon aus, dass Malonononitril zu Cyanid und Thiocyanat abgebaut wird, während der Rest des Moleküls mit Glycin kombiniert und als Orthochlorhippur-Säure ausgeschieden wird. Daher ist Malonononitril eine hochgiftige Substanz, die im CS enthalten ist. Die tödliche Dosis für eine 70-Kilogramm-schwere Person wird auf weniger als ein Gramm geschätzt.

Der Autor Kamran Loghman war der Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer von Zarc International Inc. (1988-2005), Hersteller von Tränengasgeräten, die weltweit vertrieben werden (Anmerkung der Redaktion: Er ist der Erfinder des MACE-Gases, des Pfeffergases, das als weniger gefährliche Alternative als ältere und gefährlichere chemische Gase (CN, CB, CS, usw.) erfunden und hergestellt wurde.

Kamran Loghman ist ein auf nationaler Ebene anerkannter Experte in den Vereinigten Staaten, der sich in vielen Verfahren vor den amerikanischen Bundesgerichten und Gutachten über die Gefährlichkeit von Kampf- und Polizeigasen einen Namen gemacht hat.

Quellenangabe des Artikels: https://ezinearticles.com/?Tear-Gas-Orthochlorobenzylidenemalononitrile&id=5948001

Amerikanische und britische Behörden haben darauf hingewiesen, und veröffentlichte wissenschaftliche Studien zeigen, was unsere Waffenspezialisten, Militär- und Politik-Mediziner – im Geheimen – seit 1952 genau wissen müssten. Wenn für einen Wirkstoff wie CS  Tränengaswirkung (auf Bindegewebe und Augen) angekündigt wird, kann er bei Anwendung in hoher Konzentration (oder über einen längeren Zeitraum) zu Erstickungsanfällen, Erstickungen und zum Tode durch Lungenembolien und Herzinfarkte führen.

In diesen Publikationen gelten 8-Stunden-Expositionen als lang und sehr gefährlich, während unsere Kollegen, wie auch die Gelbwesten-Demonstranten mehr als 25 Tage exponiert waren, manchmal bis zu 10 Stunden am Tag, d. h., 250 Stunden. Auf welche Konsequenzen müssen wir uns kurz-, mittel- und langfristig einstellen?

Wir haben Zugang zu Krankenakten französischer Soldaten, die diese Munitionen für bis zu 20 Einsätze von 1 bis 4 Stunden verwendet haben und die ihr ganzes Leben lang in Bezug auf Atmung, Lungenverbrennung und Nekrosen durch die von ihnen eingesetzten Gase schwer behindert waren. Unseren Kollegen steht eine Rechtsprechung zur Verfügung, die es denjenigen, die sich heute in der gleichen Situation befinden, ermöglicht, ihre Rechte geltend zu machen.

Unsere Pflicht als Polizeibeamte, Ordnungskräfte und Friedenswächter,  unser Engagement, unser Lebenszweck ist es, die Bevölkerung zu schützen und damit unser Rückzugsrecht und unsere Informationspflicht auszuüben, wenn wir eine gefährliche Situation Fehlentwicklung für unsere gemeinsame Zukunft erkennen. Den Dokumenten und schwerwiegenden Fakten zufolge ist die so genannte „Tränengasausrüstung“, die wir im Rahmen einer Taktik der Aufrechterhaltung der Ordnung einsetzen sollen, höchstwahrscheinlich äußerst gefährlich und verursacht irreversible oder sogar tödliche Verletzungen, wenn man bedenkt, welchen Rekordzeiten und -konzentrationen wir, die Ordnungskräfte und die überwiegende Mehrheit der Demonstranten und Passanten, die diesem CS-Agens ausgesetzt waren.


Viele Fragen müssen sofort gestellt werden, und wir benötigen umgehende Antworten.

Wer hat die Verwendung dieser chemischen Mittel in Form von Gasen zu verantworten? Die Präsidentschaft der Republik, unser Minister, unsere Hierarchie?

Übernehmen die Hersteller, die diese Munition liefern (Tränengasbomben mit CS-Agen und Lösungsmittel, hochkonzentrierte sogenannte Tränengasgranaten, die sogenannten „Zerstreuungs“-Tränengasgranaten auch  Tränengas Betäubungs- und Tränengasgranaten usw.) auch rechtlich die Folgen und die Entschädigung der Verletzten, Behinderten und zukünftigen Todesfälle?

Wo und wann wurden diese Informationen und Schulung, einschließlich die  Warnungen vor Expositions- und Konzentrationszeiten, an unsere Hierarchie und Kollegen kommuniziert?

Warum erhalten nicht alle unsere Kollegen Gasmasken in ihrer Ausstattung?

Warum behindern Gasmasken die Sicht und Bewegung auf dem Feld derjenigen, die eine tragen, dermaßen, so dass viele Kollegen sie nicht tragen?

Sind diese Gasmasken überhaupt für die Gefährlichkeit des CS-Agens geeignet? 

Warum sind unsere Kollegen von der Gendarmerie mit Gasmasken der neuesten Generation wie die von den Feuerwehrleuten für Industrieunfällen und CBRN-Militär-Regimenten (militärische Einheit zur Abwehr chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Bedrohungen) ausgestattet, aber nicht wir? Gibt es ein Schutz- und Dekontaminationsprotokoll, das von den Herstellern und der Nationalen Polizeiakademie an unsere Kollegen übermittelt wurde? Gibt es Dekontaminationsprodukte, die als Dekontamination des CS anerkannt sind? Warum haben in diesem Fall nach 25 Wochen weder Hersteller noch französische Gesundheitsorganisationen (Krankenhäuser, SAMU, SMUR, Feuerwehr, Gesundheitsministerium usw.) die französischen Bürger über die Existenz dieser Produkte informiert, die sie bei gesundheitlichen Problemen aufgrund der Exposition gegenüber dem CS-Wirkstoff verwenden können? Warum kommuniziert kein Journalist oder Medienvertreter diese Informationen? Sind diese Schutz- und Dekontaminationsprotokolle in unseren Ausbildungshandbüchern für Polizisten ebenso enthalten wie in den Ausbildungshandbüchern der Landstreitkräfte, wie z.B. dem TTA 150?Warum werden in diesen Handbüchern (wie z.B. dem TTA 150) noch Granaten als Tränengas bezeichnet, die aber verbotene Kriegswaffen sind, wie z.B. die Granate des Typs 1959 CND-CN2D, die 2 bestimmte chemische Mittel enthält, die absichtlich miteinander kombiniert sind, um zu töten?

Tränengas-Handgranate Mle 59

Einige tausend französische Soldaten mussten diese CN-, CND- und CN2D-Munitionen benutzen, aber auch andere Spezialwaffenmunition, um die „Gesetzlosen“, die „Rebellen“, die „Aufrührer“ zu „neutralisieren“, jedoch auch die “Muslime” nach den uns vorliegenden Dokumenten. Die in diesen Archiven enthaltenen Informationen sind mehr als schockierend.

Wurden wir gezwungen, diese Munition ohne unser Wissen zu benutzen, oder kann die französische Polizei weiterhin angewiesen werden, diese Munition gegen französische Bürger zu verwenden?

Hat man uns diese Munition ohne unser Wissen einsetzen lassen oder kann die französische Polizei noch angewiesen werden, diese Munition gegen französische Bürger zu einzusetzen?

Unterliegen wir den Regeln der CGZ („Zonenplanungskompagnie“) und der GAS („Sonderwaffen-Gruppierungen“), die zwischen 1954 und 1962 in Algerien heimlich eingesetzt wurden, damals ein französisches Departement, die auf Antrag von regulären Einheiten (Verbot, Neutralisierung usw.) chemische Waffen einsetzte, um Orte und der Macht feindlichen Personen und ihren damaligen Vertretern in Hunderten von Höhlen und unterirdischen Unterkünften, aber auch bei sehr großen städtischen Demonstrationen (Oran und Algier) zur Unterstützung der traditionellen Ordnungs- und Militärkräfte  zu „behandeln“?

Die zahlreichen wissenschaftlichen Informationen über die nachgewiesene und bestimmte Gefährlichkeit des CS-Agens in all seinen Formen (Aerosol-CS-Kristalle, die in einem Lösungsmittel verdünnt sind, das auch als gefährlich gilt, trockene CS-Kristallpulver-Granate, kombinierte Munition aus Sprengstoff und  und CS-Pulver usw.) müssen unseren Kollegen und Bürgern mitgeteilt werden, damit jeder seine Verantwortung wahrnehmen und die erforderlichen Untersuchungen so bald wie möglich durchführen kann.

Wenn wir die Zahl unserer Kollegen zu der Zahl der Bürger hinzufügen, die seit November 2018 in ganz Frankreich diesen Gasen ausgesetzt sind, dann sind das mehr als 200.000 Bürger, was eine echte Gesundheitskatastrophe darstellen kann.

Wir fordern, dass unsere Pflichten und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit der Verwendung dieser Munition und unsere Rechte in Bezug auf Gesundheit, Pflege, regelmäßige medizinische Betreuung, Anerkennung einer möglichen Behinderung und Entschädigung geklärt werden.

„Es kommt derzeit immer mehr in Mode, Chemikalien gegen Menschen einzusetzen, die nur schlicht und einfach ihre Meinung äußern. Meiner Meinung nach zeigt dies, dass wir bei der Polizei von diesen Ereignissen überfordert sind und dass diejenigen, die das Problems grundlegend angehen könnten, dies nicht wirklich tun wollen und es letztlich vorziehen, die kontestierenden Bürger zu begasen, um sie ein wenig ruhig zu stellen. CS-Gas dürfte dafür nicht verwendet werden. Es ist doch nicht dazu gedacht, Probleme zu lösen, indem man die eigenen Bürger stillstellt,“ Kamran LOGHMAN, den 29. November 2011

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